Gedanken
Aus unseren Gebetsheften

Gedanken, die Mut machen

 

Hier findest Du sowohl kleine Perlen der Weisheit,als auch provozierende Querschüsse; Anregungen zum Andersdenken und Gedanken zur Ruhe…

Eine kleine, ungeordnete Sammlung, die sowohl dich persönlich, aber auch den Gottesdienst, eine Grußkarte oder dein Gebet bereichern kann.

Viel Freude beim Stöbern!

«Ich träume davon,
dass mich jemand annähme,
einfach so wie ich bin,

mit meinen ungereimten Wünschen,
unfertigem Charakter und alten Ängsten.

Ich träume davon,
dass jemand mich gelten lässt,
ohne mich zu erziehen,
mit mir übereinstimmt, ohne sich anzustrengen.

Ich träume davon,
dass ich mich nicht verteidigen muss,
nicht erklären und kämpfen muss,
dass einer mich liebt…»

 

«Träume nicht länger!» sprach Er und sah mich an.

Irische Segenswünsche

Nicht, dass keine Wolke des Leides über dich komme,
nicht, dass dein künftiges Leben ein einziger Weg von Rosen sei,

nicht, dass du niemals eine Reueträne vergießen mögest,
nicht, dass du niemals Schmerz fühlen sollst…

… nein, das alles wünsche ich dir nicht.

Denn Tränen reinigen das Herz, Leid adelt die Seele,

Schmerz und Not bringen uns der liebevollen Mutter
des Kindes von Bethlehem näher
und sichern uns den Trost ihres Lächelns.

Mein Wunsch für dich ist: dass du in deine m Herzen
immer die leuchtende Erinnerung
an jeden reichen Tag deines Lebens bewahrst.

Dass du tapfer bist in der Stunde der Prüfung,
wenn das Kreuz auf deine Schultern gelegt wird,
wenn der Berg, den du besteigen musst,
überhoch scheint und das Licht der Hoffnung sehr fern.

Dass jede Gabe, die Gott dir geschenkt hat,
wachse mit den Jahren
und dass sie dir dazu diene,
die Herzen derer, die du liebst,
mit Freude zu erfüllen.

Dass du in jeder Stunde einen Freund hast,
der der Freundschaft wert ist,
dem du vertrauend die Hand reichen kannst,
wenn es schwer wird,
mit dem du den Stürmen trotzen
und die Gipfel der Berge erreichen kannst.

Und dass in jeder Stunde der Freude und des Leides
das freudenbringende Lächeln des menschgewordenen Gotteskindes
mit dir sei und dass du in Gottes Nähe bleibst.

Ich habe mich verloren, …

… verloren im täglichen Stress,
… verloren in den vielen Streitigkeiten,
… verloren in den vielen Schuldgefühlen,
… verloren in meinem Leben!

Doch Du hast mich gefunden, …

… hast mir wieder gezeigt, was Verantwortung heißt.
… hast mir wieder gezeigt, wie schön die Welt ist.
… hast mir wieder gezeigt, wie wundervoll das Leben sein kann.
… hast mir wieder gezeigt, was Glück bedeutet.

Dafür danke ich Dir.

Herr, setze dem Überfluss Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Lasse die Leute kein falsches Geld machen,
aber auch das Geld keine falschen Leute.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamten, Geschäfts- und Arbeitsleute,
die wohl tätig,aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen,
aber nicht sofort.

Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti, Münster/Westf. aus dem Jahre 1883

Auf der anderen Seite des Weges
(In der Trauer)

Der Tod ist nichts,
ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
Ich bin ich, ihr seid ihr.
Das, was ich für euch war, bin ich immer noch.

Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt.
Sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
Gebraucht nicht einen andere Tonfall,
seid nicht feierlich oder traurig.

Lacht weiterhin über das, worüber wir gemeinsam gelacht haben.
Betet, lacht, denkt an mich, betet für mich.
Damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
so wie es immer war,
ohne irgend einen besonderen Klang,
ohne die Spur eines Schattens.

Das Leben bedeutet das, was es immer war.
Der Faden ist nicht durchschnitten.
Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
nur weil ich nicht mehr in eurem Blick bin?

Ich bin nicht weit weg,
nur auf der anderen Seite des Weges.

 

Charles Péguy

Und wenn ihr euch getröstet habt
(In der Trauer)

Und, wenn ihr euch getröstet habt,
werdet ihr froh sein,
dass ich bei euch war.

Ihr werdet immer bei mir sein,
ihr werdet Lust haben,
mit mir zu lachen und zu weinen,
und ihr werdet manchmal ein Fenster öffnen,
gerade so, zum Vergnügen.

Und eure Freunde
werden sehr erstaunt sein,
wenn sie sehen,
dass ihr den Himmel anblickt
und lacht.

 

Antoine de Saint-Exupéry

Ich wünsche euch,
dass ein Engel vor euch hergeht,
leise und licht,
dass ihr seine Spuren wahrnehmt,
damit eure Schritte leicht werden
und ihre Ziele nicht verfehlen,
damit alles in euch wieder hell
wird und heil.

 

Christa Spilling-Nöker