«Wir sind Blumen!»
Gestaltung: Jede Klasse gestaltet eine Blume, die aus vielen einzelnen Blüten besteht, für jeden Schüler eine. Auf der Klassenblume steht die Klassennummer («5a1» oder «5c»), auf der kleinen Blüte jeweils der Schülername. Nach dem Gottesdienst kann die «Klassenblume» im Klassenraum aufgehängt werden.
5-er – Begrüßungsgottesdienst am 9. / 10. Oktober
Freitag 9.10., 16.00 Uhr RS; Samstag, 10.10., 9.00 Uhr GY
«Wir sind Blumen (Siamo fiori)»
Lied: Eingeladen zum Fest des Glaubens (1) – Strophen 1 + 2
Begrüßung: «Wir werden umgetopft – Blumen in neuem Boden»:
Gebet: Messbuch
Lesung: Die Rose (Rilke)
Nach der Lesung: «Wo wir füreinander wie die Rose sein können»
Lied: Wir feiern heut ein Fest (4), Strophen 1 – 4
Evangelium / Predigt
Lied: Laudato Si (162), Strophen 1.6.7
Fürbitten: «Lieber Gott, lass die Pflanzen wachsen und die Blumen blühen!»
Gabenbereitung: Wenn das Brot, dass wir teilen (168), Strophen 1 – 4
Heilig-Lied: Heilig, ja heilig (56), Strophen 1 + 2
nach der Kommunion: «Vielen Dank für die Blumen!»
Schlussgebet – Segen
Schlusslied: Hallelu-, hallelu-, hallelu-, halleluja! Preiset den Herrn! (255)
Rainer Maria Rilke und die Bettlerin
Gemeinsam mit einer jungen Französin kam der Dichter Rainer Maria Rilke
um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß.
Die alte Frau saß dort tief gebeugt; nur eine offene Hand von sich gestreckt.
Sie hielt sich immer am gleichen Ort auf
und nahm die Almosen entgegen,
ohne auch nur einen Blick auf die Geber zu verschwenden.
Rilke gab ihr nie etwas, während seine Begleiterin der Frau öfters Geld gab.
Eines Tages fragte die Französin den Dichter: «Warum geben sie der Frau nie etwas?»
und der Dichter antwortete: «Man muss ihrem Herzen schenken und nicht ihrer Hand.»
Einige Tage darauf brachte Rilke eine schöne, frisch erblühte Rose mit.
Die Französin freute sich, weil sie glaubte, die Blume wäre für sie.
Aber Rilke schenkte ihr die Blume nicht.
Als sie wieder an der Bettlerin vorbeigingen, nahm Rilke die Rose
und legte sie in die um Almosen bittende Hand.
Da geschah etwas Unerwartetes:
Die Bettlerin blickte zu dem Geber auf,
erhob sich mühsam vom Boden
und ging mit der Rose davon.
Eine Woche war die Bettlerin nicht mehr zu sehen.
Dann saß sie wieder wie zuvor an ihrem gewohnten Platz
und wandte sich weder mit einem Blick noch mit einem Wort an ihre Geber.
Auf die Frage der Französin, wovon die Frau während der Zeit,
in der sie keine Almosen erhalten habe, gelebt habe,
antwortete Rilke:
„Von der Rose“
Evangelium
Aus dem + heiligen Evangelium nach Matthäus
Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg.
Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm.
Dann begann er zu reden und lehrte sie.
Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Ihr seid das Salz der Erde.
Wenn das Salz seinen Geschmack verliert,
womit kann man es wieder salzig machen?
Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt.
Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.
Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber,
sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.
So soll euer Licht vor den Menschen leuchten,
damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.
Einstieg (5b)
Wir werden umgetopft in einen neuen Boden
1. Mit einem mulmigen Gefühl haben wir das vertraute „Blumenbeet Grundschule“ verlassen. Wir wurden in neue Töpfe mit neuen Mitschülerinnen und Mitschülern gesetzt. Nun wachsen wir mit Neugier und Mut in unserem neuen Boden weiter.
2. In den ersten Tagen war der neue Boden ungewohnt und ich habe mich in der großen Schule manchmal klein gefühlt. Doch meine Mitschülerinnen und Mitschüler haben mir geholfen, Wurzeln zu schlagen. Nun fühle ich mich immer stärker und sicherer.
3. Am Anfang kam mir die neue Schule riesig vor und ich wusste nicht immer, wo mein Platz ist. Doch unsere Lehrerinnen und Lehrer helfen uns, uns immer besser zurechtzufinden und unsere Wurzeln auszubreiten.
4. In den ersten Tagen war ich nervös und wusste nicht, wo ich hinmuss. Manchmal haben wir uns auch verlaufen. Unsere Paten haben uns geholfen, den richtigen Weg zu finden, den passenden Bus zu nehmen und in unserem neuen Boden anzukommen.
5. Am Anfang waren viele Gesichter in unserem neuen Klassenzimmer noch unbekannt. Ich dachte, dass ich bestimmt alleine sein werde. Doch inzwischen lernen wir uns immer besser kennen und aus fremden Kindern werden neue Freunde.
6. Jede Blume braucht Zeit, um in neuer Erde Wurzeln zu schlagen. Auch wir brauchen Zeit, um anzukommen, zu wachsen und unseren Platz in der neuen Gemeinschaft zu finden. Gemeinsam können wir aufblühen.
Nach der Lesung (5c)
Wo wir füreinander wie die Rose sein können
(Rena + Oliver)
Wir ergänzen uns, denn ich kann dir in Mathe helfen und ich kann dir in Deutsch helfen.
(Hannes +Jula)
Wir helfen uns, wenn wir Fehler machen oder etwas nicht verstehen.
(Tom + Jannis)
Keiner kann alles – Aber jeder kann etwas
(Louisa)
Mir wurde geholfen, als ich den Musikraum nicht finden konnte.
(Marla)
Die Paten haben mir gezeigt, in welchen Bus ich einsteigen muss.
Fürbitten (5d)
(Alisa)
Guter Gott, wir bitten dich, schenke uns einen guten Start an der neuen Schule. Hilf uns, in unserer Klasse neue Freunde zu finden und lass uns gut miteinander auskommen.
(Oskar)
Guter Gott, wir bitten dich: Schenke uns an unserer neuen Schule eine tolle Zeit und viel Spaß am Lernen.
(Kacy)
Guter Gott, schenke uns Vertrauen in unser Können, damit wir alles schaffen, was wir uns vornehmen.
(Stacey)
Guter Gott, wir bitten dich für unsere Lehrerinnen und Lehrer: Hilf ihnen, uns alles gut zu erklären und schenke ihnen immer ein offenes Ohr für unsere Fragen und Sorgen.
(Mia P.)
Guter Gott, auch für unsere Eltern ist dieser Tag etwas Besonderes. Schenke ihnen Vertrauen, dass wir unseren Weg gehen werden und lass sie immer gelassen bleiben.
(Sophie)
Guter Gott, wir denken an die Menschen, die sich heute mit uns gefreut hätten, aber nicht mehr bei uns sind. Lass sie bei dir Frieden finden.
(Hanna)
Guter Gott, wir bitten dich für die Kinder und Jugendlichen, die in Armut leben, vor Krieg fliehen müssen oder nicht zur Schule gehen können. Beschütze sie und schenke ihnen Hoffnung.
Einstieg (5a1)
(1) Am ersten Schultag war ich ziemlich aufgeregt, aber habe mich auch ein bisschen gefreut.
(2) Am Anfang kam ich mir vor wie ein Zwerg, als ich die Großen gesehen habe. In der 4. Klasse in der Grundschule hatte ich mich groß gefühlt und jetzt wieder klein.
(3) Das Gebäude war für mich verwirrend. Einige aus unserer Klasse haben sich am ersten Schultag sogar verlaufen. Aber nach ein paar Tagen habe ich mich gut zurechtgefunden. Jetzt weiß ich immer, wo ich hin muss.
(4) Am ersten Schultag habe ich meine Bushaltestelle nicht gefunden. Zum Glück haben unsere Paten mir geholfen.
(5) Ich kam mir vor wie eine Ameise. Ich war froh, dass Herr Pestkowski uns abgeholt hat, als wir die erste Biologiestunde hatten.
(6) Viele aus meiner Klasse kannte ich nicht, aber wir haben uns inzwischen schon viel besser kennengelernt, und ich habe auch schon neue Freunde gefunden.
Nach der Lesung (5a2)
Wo wir füreinander wie die Rose sein können
Felix
Wenn ein Mitschüler krank ist, dann kann ich mich um ihn kümmern. Ich bringe ihm die Hausaufgaben, berichte von der Schule und wünsche gute Besserung.
Carla
Sehe ich, dass jemand traurig ist, dann gehe ich zu ihm und tröste ihn. Ist er alleine, dann leiste ichihm Gesellschaft.
Franka
Wenn jemand etwas sagt, dann höre ich ihm zu. Ich schenke ihm meine Aufmerksamkeit, weil mich interessiert, was er sagt.
Klara
Ich kann anderen Menschen meine Höflichkeit schenken. Wenn ich etwas bekomme, dann sage ich danke. Wenn ich etwas haben möchte, sage ich bitte, statt es mir einfach zu nehmen.
Fynn
Wenn ich jemanden mag, dann sage und zeige ich ihm das, damit er sich freuen kann.
Fürbitten (Klasse 5a3)
Max
Wir bitten dich, Jesus Christus, gib‘ uns Kraft für die nächsten Schuljahre. Lass uns immer Motivation zum Lernen finden. Lass uns immer Spaß haben und uns mit unseren Mitschülern gut verstehen. Lass uns als Klasse eine gute und zusammenhaltende Gemeinschaft werden.
Louisa
Lieber Gott, nicht alle Kinder können zu einer Schule gehen. Wir bitten dich, gib‘ ihnen Kraft und Zuversicht, ihren Weg im Leben zu meistern. Gib‘ ihnen Menschen an die Seite, die ihnen helfen und sie beschützen und unterstützen.
Johannes
Guter Gott, wir wissen, dass es nicht allen Menschen auf der Welt so gut geht wie uns. Viele Menschen leben auf der Straße. Gib‘ ihnen ein Dach über dem Kopf und schütze sie vor allem Bösen. Gib‘ ihnen Kraft, nicht aufzugeben.
Mila
Wir denken bei dem heutigen Gottesdienst auch an unsere Partnerschaft in Tansania. Dort leben viele Menschen mit sehr wenig Geld und wenig Essen und Trinken. Wir wünschen uns für sie in diesem Jahr eine gute Ernte und immer genug zu essen und zu trinken. Guter Gott, beschütze sie auf ihren Wegen.
Johann
Lieber Gott, wir danken dir für unsere Gesundheit und wünschen uns für alle kranken Menschen, dass sie wieder gesund werden und an eine Heilung glauben. Erlöse sie von Leid und Schmerz, damit auch sie noch ein schönes Leben haben können.
Amelie
Guter Gott, viele Menschen leben in Einsamkeit und haben niemanden in ihrem Leben. Schenke ihnen gute Freunde und Unterstützung, damit sie sich nicht alleine fühlen. Gib‘ ihnen das Gefühl von Gemeinschaft.
Lotta
Lieber Gott, wir alle wissen nicht, wie die Zukunft für uns aussehen wird. Viele haben Angst vor morgen und wissen nicht, was in ihrem Leben geschehen wird. Schenke ihnen Mut, damit sie sich trauen, positiv nach vorn zu blicken und sich auf jeden weiteren Tag zu freuen.
Danksagungen (5a4)
Kind 1: So, jetzt sind wir also wirklich in der fünften Klasse angekommen! Neue Schule, neue Lehrerinnen und Lehrer und jede Menge neue Gesichter!
Kind 2: Ja, und am Anfang muss man sich erst mal zurechtfinden. Wo ist nochmal unser Klassenraum? Wo muss ich hin? Und warum ist die Schule plötzlich so groß?
Kind 3: Zum Glück haben wir unsere Patinnen und Paten! Die helfen uns, uns hier zurechtzufinden. Dafür möchten wir euch ganz herzlich Danke sagen!
Kind 4: Auch unseren Lehrerinnen und Lehrern sagen wir Danke. Ihr helft uns, wenn wir etwas nicht verstehen. Und ihr erklärt es manchmal sogar ein zweites Mal … oder ein drittes!
Kind 5: Und wir danken unseren Mitschülerinnen und Mitschülern! Dann gemeinsam macht vieles mehr Spaß. Außerdem findet man zusammen meistens schneller heraus, was wir eigentlich aufhaben!
Kind 6: Wir möchten aber nicht nur den Menschen Danke sagen. Wir danken auch Gott, dass an dieser schönen Schule sein dürfen und dass es unsere wunderbare Welt gibt.
Kind 1: Und auf das neue Schuljahr freuen wir uns natürlich auch! Auf neue Fächer, neue Erlebnisse und hoffentlich ganz viele guten Noten!
Kind 2: Besonders freuen wir uns auf die Klassenfahrt! Endlich mal gemeinsam unterwegs sein, Abenteuer erleben und abends wahrscheinlich viel zu lange wach bleiben.
Kind 3: Und vielleicht entdecken wir dabei sogar neue Talente. Zum Beispiel, wer am schnellsten seinen Koffer packt oder war morgens am längsten schlafen kann!
Kind 4: Lernen werden wir natürlich auch eine Menge. Manches wird bestimmt ganz einfach. Und bei anderem denken wir vielleicht erstmal: „Hä? Was sollen wir machen?“
Kind 5: Aber dafür sind wir ja eine Klasse! Wir können uns gegenseitig helfen, zusammen lachen und auch mal Fehler machen. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
Kind 6: Und wenn es doch einmal nicht so gut läuft, wissen wir: Wir sind nicht allein. Es gibt Menschen, die uns unterstützen, und wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott uns auf unserem Weg begleitet.
Kind 1: Also, langweilig wir es bestimmt nicht!
Kind 2: Hoffentlich wir es ein richtig tolles Schuljahr!
Kind 3: Mit vielen neuen Freundschaften…
Kind 4: … spannenden Erlebnissen …
Kind 5: … und möglichst wenig vergessenen Hausaufgaben!
Kind 6: Dafür und für alles, was vor uns liegt, möchten wir Danke sagen.
Alle gemeinsam: Danke für diesen neuen Anfang! Wir freuen uns auf alles, was kommt!
