Realschul-Entlassfeier: «Habt Frieden!»

Realschul-Entlassfeier: «Habt Frieden!»

Am Freitag, den 19. Juni 2022, feierten die Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen vor ihrer Entlassung einen feierlichen und bewegenden Abschieds- und Dankgottesdienst. Auf Wunsch der Schüler war neben dem Motto «Habt Frieden!» die Taube das Symbol, das sich in der Deko, auf den Liederzetteln und der Abschlusskarte wiederfand.

Frieden schließen mit der Vergangenheit heißt, «Danke» sagen auch für die schwierigen Momente.

Frieden schließen mit der Zukunft heißt, seine Wünsche nicht absolut zu setzen.

Frieden schließen mit den Menschen heißt, sie zu nehmen, wie sie nunmal sind – und dennoch froh zu sein, dass es sie gibt.

Frieden schließen mit sich selbst heißt zu akzeptieren, dass man nicht alles kann und nicht perfekt ist. Und das nicht versteckt.

Frieden schließen mit Gott ermöglicht uns den Frieden mit der Vergangenheit, der Zukunft, den Menschen und mit uns selbst. Weil er alles dies in Händen hält.

 

Gott segne Euch, Euer Leben und alle Eure Beziehungen!

 



 

 

10er Entlassfeier der Realschule 2022: Ablauf

«Haltet Frieden!»

Lied: Unser Leben sei ein Fest (Hal 252, 1 – 3)

Eröffnung / Begrüßung: Pastor

Kyrie: Pastor (gesprochen)

Gebet: Pastor

statt der Lesung: Begrüßungstext (von Greta und Mika)

Lied: Jesus Christ, You are my life (Hal 362, 1.6.9)

Evangelium: Pastor

Predigt Pastor

Lied: Everybody sing Halleluja (Hal 368, 1 – 3)

Fürbitten (Bianca, Laura B., Dennis, Lukas, Julian M., Emily, Nilani)
vorgelesen von Laura und Lilly, Emily und Nilane

Gabenbereitung: Wenn das Brot, dass wir teilen (Hal 168, 1 – 5)

Sanctus: Heilig, ja heilig (Hal 56)

Vater unser / Friedensgruß / Lamm Gottes

nach der Kommunion: Da berühren sich Himmel und Erde (Hal 193, 1 – 3)

Text nach der Kommunion: Ausblick (Julian St. und Fabian)

Schlussgebet: Pastor

Segen: Pastor

Lied: Möge die Straße uns zusammenführen (Hal 183, 1 – 4)

 

Anschließend: Ballon – Aktion (Moritz, Linus, Lucas, Leo, Marlon, Lucas, Greta, Kaja)

 


 

Kyrie

 

Herr Jesus Christus, Du bist verborgen unter uns. Du verlässt uns nicht, auch wenn wir Dich vergessen. Herr, erbarme Dich! – Alle: Herr, erbarme Dich.

Du bist bei uns, Du trägst uns und wirkst durch uns. Du gibst unserem Leben
Richtung, Sinn und Halt. Christus, erbarme Dich! – Alle: Christus, erbarme Dich.

Gib Dich uns immer wieder zu erkennen, wenn wir glauben, in unserem Leben allein zu sein. Herr, erbarme Dich! – Alle: Herr, erbarme Dich.

Der allmächtige und liebende Gott erbarme sich unser, er lasse uns all unsere Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

 


 

Gebet

 

Allmächtiger und gütiger Vater,

Du begleitest uns in unserem Leben von Kindesbeinen an. Immer warst Du an unserer Seite und wirst dort auch bis zum Ende der Tage bleiben. Aber nicht immer spüren wir Deine Gegenwart, Deinen Schutz, Deine Macht und Deine Liebe. Und doch bist Du es, der uns atmen lässt, Kraft zum Hoffen gibst und uns liebt.

Auch heute bist Du unter uns, siehst uns, hörst uns und kennst unsere Dankbarkeit genauso wie unser Hoffen, unsere Ängste und unsere Zuversicht.

Bleibe heute und alle Tage mit uns; stärke uns in dunklen Tagen mit dem Licht Deines Sohnes. Bleibe alle Tage bei uns und allen unseren Freunden; unseren Familien, Mitschülern und Lehrern, schenke allen Deinen Geist, der uns immer wieder zusammenführen wird.

Sei jetzt und alle Tage das Licht, das uns erleuchtet, die Kraft, die uns erfüllt und der Beistand, der uns nicht verlässt. Bleibe Du das Licht, das als ewiges Leben in uns brennt – durch Christus unseren Herrn. Amen.

 


 

Frieden (Text anstelle der Lesung)

 

(Mika): Wir haben uns im Team für die Gottesdienstplanung Gedanken um ein passendes Thema für den Gottesdienst gemacht. Schließlich sind wir auf das Thema “Frieden” mit der Taube als Symbol gekommen.

Natürlich ist das Thema “Frieden” im Moment überall gegenwärtig. Es gibt Krieg in der Ukraine, da verwundert das nicht. Aber was hat dieses Thema mit unserer Entlassungsfeier zu tun?

(Greta): Jeder Friede beginnt immer in jedem einzelnen Menschen. Dass wir Frieden in unserem Land haben, verdanken wir so vielen Menschen, die uns unterstützt, gefordert und auch manchmal herausgefordert haben. Menschen, die Frieden im Herzen hatten, und uns geholfen haben, in Frieden und Geborgenheit heranzuwachsen. So, dass wir ebenfalls Frieden schenken können.

(Mika): Besonders und an erster Stelle wollen wir dafür unseren Eltern danken. Sie haben uns getröstet und uns Mut gemacht von klein auf an bis jetzt. Sie haben uns immer unterstützt und uns so das Vertrauen und Selbstvertrauen geschenkt, bald in Freiheit unser Leben selbst zu gestalten.

(Greta): Wir danken auch den Lehrern und Lehrerinnen und Erzieherinnen und Erziehern, die uns vom Kindergarten über die Grundschule bis jetzt begleitet haben und uns heute verabschieden. Es war nicht immer leicht mit uns, aber bestimmt doch unvergesslich, nicht wahr? – Wir danken allen, die uns nicht auf gegeben haben, uns Mut gemacht und uns geholfen haben. Und die bis zum Schluss an uns geglaubt haben.

(Mika): Wir danken allen an dieser Schule – den Hausmeistern, dem Sekretariat und allen anderen, die wir allzu schnell vergessen, ohne die es aber viel schwerer in den letzten Jahren gewesen wäre.

(Greta): Und natürlich danken wir für unsere Mitschülern und Mitschülerinnen. Mit Euch hatten wir viel Spaß und echt coole sechs Jahre. Es sind daraus echte Freundschaften entstanden. Manchmal gab es den einen oder anderen Streit und Ärger, doch danach herrschte oft immer wieder Frieden. So das wir sagen können: Wir werden Euch vermissen!

(Mika): Solche Eltern wie Euch – so einmalige Lehrer wie hier – und so unvergleichliche Mitschüler wie Euch – sind keine Selbstverständlichkeit. Deshalb danken wir nicht nur Euch – sondern wir danken auch Gott für Euch. Mit Euch, mit Gott und mit allem, was noch kommen wird, wollen wir immer im Frieden bleiben!

 


 

Evangelium

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In jener Zeit sagte Jesus zu seinen Aposteln:

Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen,
ich komme zu euch.

Nur noch kurze Zeit und die Welt sieht mich nicht mehr;
ihr aber seht mich, weil ich lebe
und auch ihr leben werdet.

Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin.
Der Beistand aber, der Heilige Geist,
den der Vater in meinem Namen senden wird,
der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern,
was ich euch gesagt habe.

Frieden hinterlasse ich euch,
meinen Frieden gebe ich euch;
nicht, wie die Welt ihn gibt,
gebe ich ihn euch.

Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

 


 

Fürbitten

In schwierigen Zeiten, in Zeiten der Freude, mit Bitten oder voll des Dankes, wenden wir uns jetzt und immer wieder an Dich, guter Gott:

(Bianca) Herr, gib uns die Kraft, auch nach dem Abschluss unseren eigenen Lebensweg zu verfolgen, damit wir unsere Lebensträume auch in der Zukunft verwirklichen können.

(Laura) Wir bitten dafür , dass Gott uns auf unseren weiteren Wegen immer beschützt und uns beisteht. Wir bitten weiterhin für seinen Segen und das er auch in den nächsten Jahren seine Engel zu uns aussendet.

(Emily) Guter Gott, schenke uns ein Rat wenn wir ihn brauchen, um die richtige Entscheidung treffen zu können

(Nilani) Lass uns immer wieder neu für den Frieden beten.

(Dennis) Wir bitten dich Gott leite und begleite uns auf unserem weiteren Weg und befrei uns von den Dingen, die uns hindern, unser Leben zu friedlich leben.

(Lukas) Guter Gott, schenke uns Mut, unsere Träume auch in Zukunft zu verfolgen. Auf dass alle ihr Ziel erreichen werden.

Gott, Du liebst die Verschiedenheit und siehst auf die unterschiedlichen Wege, die wir gehen werden. Und dennoch haben wir ein gemeinsames Ziel: Ein erfülltes Leben. Du bist der, der uns dies nicht nur verheißt, sondern auch schenken willst. Deshalb bitten wir Dich, durch Christus unseren Herrn. Amen.

 


 

Text nach der Kommunion

 

(Fabian): Nun sind wir fast schon am Ende des Gottesdienstes, und es dauert nicht mehr lange, dann haben wir unsere Abschlusszeugnisse in den Händen. Dann schließt sich das Kapitel “Realschule Recke” für immer.

(Julian): Einige von uns gehen in eine Ausbildung, andere weiter zu einer anderen Schule, manche machen ein freiwilliges Jahr und vielleicht gibt es noch den einen (oder die andere) von uns, der noch keine Pläne hat.
Manche von uns bleiben befreundet, andere werden wir – hoffentlich nicht zu schnell – aus den Augen verlieren.

(Fabian): Für alle wünschen wir uns aber Frieden. Frieden im Herzen, Frieden mit Gott. Frieden mit den alten Freunden und in neuen Beziehungen. Frieden in unserem Land und in der ganzen Welt.

(Julian): Nicht jeder Friede hängt von uns ab. Es gibt Mächtige in der Welt, auf die wir keinen Einfluss haben. Überall dort aber, wo der Friede auch von uns abhängt, bitten wir Gott um die Kraft, Streit zu vermeiden und Mut zur Versöhnung zu haben.

(Fabian): Wir bitten für unsere Zukunft auch um ähnlich gute Menschen, wie wir sie in unseren Familien, unseren Klassen und unter den Lehrern gehabt haben. Und mit denen, die nicht so einfach waren, wollen wir auch in Zukunft den Frieden gemeinsam üben.

(Julian): Alle Menschen wollen lieber in Frieden leben als im Krieg. Gott, schenke uns und allen Menschen, auf der ganzen Welt, lange Zeiten des Friedens und die Hoffnung auf ein Ende aller Kriege.

(Fabian): Nicht alle unsere Wünsche gehen in Erfüllung. Das macht uns vielleicht hier und da große Sorgen. Aber heute wissen wir uns mit Dir, Gott, und so vielen wunderbaren Menschen verbunden. Heute wollen wir noch einmal so richtig feiern. Amen.